Dreh das Licht auf, Alexa…

 

Ist sie nicht schön, unsere schöne neue Welt? Unser System. Unser steigender Konsum von unnötigem BS. Die Globalisierung. Der Welt“frieden“. Die Menschen sitzen vor dem Fernseher, schauen sich die 468 milliardste Folge der Millionenshow oder Dancing Stars an und lassen sich ihr Schnitzel und ein gekühltes Bier schmecken. Lästern über den Nachbarn und gehen dann schlafen. In den Schulen? Alles super, da haben wir gar keine Probleme! Wir stopfen den Kindern immer mehr und mehr Wissen in den Schädel, bis er platzt. Obendrauf auf das Pensum, das die Generationen vor ihnen lernen mussten. Das ist Fortschritt. Wettbewerb. Wachstum. a² + b² = c². Eine schöne Power Point Präsentation auf Englisch. Geografie-Quiz am Laptop. Wenn sie im Kindergarten chinesisch, russisch, englisch, spanisch gelernt, ein eigenes physikalisches Gesetz entdeckt, ihre Doktorarbeit auf aramäisch vollendet haben und Siri2 programmiert haben – dürfen sie mit 24 endlich ihren beruflichen Zenit erreichen und beim Anker Semmerl verkaufen. Am Wochenende sitzen sie jetzt auch endlich neben Mama und Papa und Opa und Oma vorm Fernseher und dürfen Florian Silbereisen zuschaun bei Dingen, die wirklich wichtig sind im Leben!

Manchmal spürt es sich für mich schon so an, als befänden wir uns am Fuße des Lava-spuckenden Vesuvs. Die Druckwelle ist schon über das Land gefegt. Aber wir stehen noch vor dem Kasten und sortiern unsere Socken nach Farben. Als hätte all das, was in der Welt passiert, nichts mit uns zu tun. Ich verstehe das nicht.

Licht aus

Es braucht doch noch nicht einmal einen Krieg, damit unser System krachen geht. Es reicht schon ein Blackout. Man zieht uns den Stecker und ¾ der Bevölkerung hat nicht einmal eine Dose Bohnen im Küchenkastl. Man stelle sich vor – ratlose Menschen stehen im dunklen Wohnzimmer und schreien in den leeren Raum „Alexa, dreh das Licht auf!“ Aber Alexa ist tot. Tut mir leid. Spätestens nach 1 Tag, wenn auch die letzte Powerbank leer ist, erwacht die Jugend aus dem Insta und Tiktok Koma und drückt panisch am schwarzen Bildschirm ihres I-Phones herum.

Nach ein paar verzweifelten Tanzschritten der letzten Tiktok-Challenge, die ohne Musik im Hintergrund ein wenig befremdlich wirkt, hören sie plötzlich auf zu tanzen. Sehen sich um in dieser fremden Welt, in der man sie unter Anwendung von Valium zum Stillhalten gezwungen hat. Sie drücken auf dem Apfel herum, aber er will sich einfach nicht schneiden. Auch das Fertigmenü aus dem jetzt warmen Kühlschrank reagiert nicht auf Knopfdruck. Es ist zum Weinen. Die Milka Kuh gibt keine Schokolade mehr und der Getränke Automat keine Cola-Flaschen.

Papa öffnet den Kühlschrank und stellt mit schockgeweitetem Blick fest, dass kein Bier mehr da ist. Ohne Strom konnte ihm sein smart-home leider auch nicht mehr mitteilen, dass es an der Zeit gewesen wäre, Nachschub zu besorgen. Die Alarmanlage hat sicherheitshalber mit ihrem letzten Atemzug alle Türen verschlossen. Eh besser, weil im Supermarkt ist die Hölle los. Unzählige Menschen wischen schweißgebadet ihre Kreditkarten und smart watches über tote Lesegeräte. Nur um dann entweder mit leeren Händen nach Hause zu gehen, oder dem Überlebensinstinkt folgend, die Regale ohne Bezahlung leerzuräumen.

Was wäre, wenn…

Anstatt, dass man das „System“ auf Vordermann bringt, lässt man seit vielen Jahren einfach alles weiterlaufen und hält sich die Augen zu. Während unser Zug mit Höchstgeschwindigkeit auf eine Wand zurast, singen wir lustige Wanderlieder und schunkeln im Takt. Ist das wirklich Fortschritt? Wie wäre es zur Abwechslung, wenn wir zum Beispiel die nutzlosen 3 cm² Grünstreifen der Stadt endlich mal sinnvoll nutzen würden? Wenn in einem hellen Moment endlich der Boden wieder urbar gemacht – anstatt zubetoniert – würde? Wenn Obst und Gemüse gepflanzt würden – für Jedermann und „Jederfrau“ zugänglich? Statt ökologisch komplett wertlosen Kirschlorbeer und Pampasgras in Steinbeeten zu pflanzen, weils billiger ist. Was wäre, wenn Böden endlich umfassend entsiegelt würden. Wenn die Bauordnung und die Flächenwidmung endlich zum Wohle der Umwelt geändert würden? Anstatt zum Wohl des höchstbietenden CEOs. Was wäre, wenn unser Hauptziel nicht wäre, für internationale Konzerne „attraktiv“ zu sein, sondern dass wir uns endlich mal darauf konzentrieren würden, wirklich etwas zu bewegen. In die RICHTIGE Richtung. Raus aus der Abhängigkeit. Rein in die Autarkie! Was, wenn neue Häuser nur unter Verwendung erneuerbarer Energiesysteme gebaut werden dürften? Wenn endlich Nutzwasser anstatt wertvollem Trinkwasser durch unsere Toiletten fließen würde? Wenn jeder Neubau mit einer Solaranlage ausgestattet sein müsste? Wenn jedes Haus auch einen Garten haben MÜSSTE, sowie einen Vorgarten mit Nutzpflanzen… z.B. Obstbäumen oder Gemüsebeeten? Natürlich ist das eine Geldfrage, das ist klar. Aber andererseits wäre das auch eine Vorsorge um unser aller Leben… genauer gesagt, unser ÜBERleben im Ernstfall zu sichern. Oder zumindest unsere Chancen darauf zu erhöhen.

Aber das interessiert niemanden. Weil die, die es sich leisten können, bauen darauf, dass sie sichs im Ernstfall sowieso richten können. Weil sie eh ein Haus mit Garten am Land haben. Aber was ist mit den anderen Menschen? Was ist mit den Menschen, die zu viert oder fünft auf 50m² im 6. Stock eines Plattenbaus mit Blick auf die 8-spurige Straße wohnen? Was sollen sie essen, was sollen sie trinken, wenn es hart auf hart kommt?

Klimafit

2014 wurde der neu gebaute Hauptbahnhof feierlich eröffnet. Ein Prestigeprojekt. Damit unsere Stadt zukunftsfit ist. Damals war der Klimawandel und die damit einhergehende Erwärmung – vor allem in Städten – bereits Jahrzehnte bekannt. Dennoch entschied man sich beim Neubau des Bahnhofs für eine adrette Ansammlung von Hochhäusern mit Glasfronten. Umgeben von Betonplatten. Nach langem Suchen kann man mit Müh‘ und Not tatsächlich den ein oder anderen Grashalm entdecken. Ob dieser viel Schatten spendet, ist fraglich, wenn man nicht gerade ein Regenwurm ist.

Fairerweise muss man sagen, es war auch fast nicht vorherzusehen, dass dieses schöne Arrangement die Umgebung ein wenig aufheizen würde. Nein, nein und nochmals nein! Wo es doch so hübsch und zukunftsorientiert gestaltet wurde, damit wir im Wettbewerb mit anderen Ländern schön dastehen. Da mussten die „Experten“ dann nur ganz kurz überlegen und schon 11 Jahre später wurde ein Geniestreich umgesetzt, der seines gleichen sucht. Ganze 35 (!!!) Bäume wurden gepflanzt. Über 3.500 m² Betonfliesen wurden wieder weggerissen und eine handvoll extrem effektive Nebelduschen installiert. Wow! Wirklich beeindruckend! Die genauen Kosten dafür wurden komischerweise nicht überliefert. Dass es eine Förderung von leppischen 100 Mio Euro dafür gab, jedoch sehr wohl. Peanuts. Das zahl ich aus der Portokassa. Hätte man das Ganze schon 2007 beim offiziellen Spatenstich für den neuen Hauptbahnhof bedacht, hätte man möööglicherweise ein paar… viele Millionen gespart… aber wer will das schon? Zahlt eh der Steuerzahler. Es ist ein Geben und Nehmen. Naja… Manchmal auch nur ein Nehmen. Geben wird total überbewertet.

Hm… 35 Bäume und ein paar Nebelduschen – Das klingt für mich nicht nach einem Tropfen auf den heißen Stein. Das ist ein homöopathisches Globuli für den Atlantischen Ozean. Das ist doch alles eine Augen-Auswischerei. Und das Traurige daran ist, dass es nicht das einzige hirnlose Bauprojekt in unserem Land… und auf der ganzen Welt ist. Als könnten wir einen Ersatz-Planeten aus der Hosentasche ziehen, wenn wir diesen restlos zu Grunde gerichtet haben.

Und, zugegeben… ich war in meiner Schulzeit wirklich nicht gut in Mathematik… aber für mich klingt das nach einem schlechten deal. Es ist wie ein endloser Schildbürger-Streich. Man setzt total innovative, kosmetische „Umwelt“maßnahmen um und hält das Volk mit lustigen Fernsehsendungen, Zwangsabgaben und neuen Konsumideen beschäftigt, damit endlich eine Ruh‘ ist auf den billigen Plätzen. Man baut. Baut um. Versiegelt. Reißt auf. Baut links. Dann rechts. Wie eine Beschäftigungstherapie für Bauarbeiter. Die Millionen fließen von Einem zum Anderen – und zwischendurch in ein paar private Geldbörsen – aber wirklich passieren tut nichts. Mit dem Geld, mit dem seit Jahrzehnten jongliert wird, wären bereits echte, zukunftsweisende Veränderungen möglich gewesen. Zum Wohle ALLER. Aber so wird in ein paar Jahren aus der tollen Nebeldusche ein Dampfbad, die Bäume durch „klimafitte“ Kakteen ersetzt und in den Klospülungen fließt immer noch Trinkwasser den Bach runter.

Wie smart sind wir wirklich?

Es tut mir ja leid, aber Alexa wird keine Karotten und Kartoffeln für uns pflanzen, damit wir mit einem Knopfdruck was zu Essen am Teller haben. Aber darüber macht sich anscheinend keiner Gedanken. In der Schule wird jetzt ganz viel mit dem Computer gearbeitet. Mit ChatGPT. MS Teams. ZOOM. Schoolfox. Webuntis. Siri und Alexa sind allseits zur Stelle und helfen bereitwillig Menschen, die vergessen haben, wie sie selbst denken können. Eh schön. Aber wir machen uns immer abhängiger von einer Technologie, die in keinster Weise menschenzentriert ist. Man verkauft uns „Erleichterungen“ und sorgt für eine Entmächtigung in großem Stil. Und niemand nimmt scheinbar Notiz davon. KI ist allgegenwärtig und Menschen verlernen jahrtausendealte Fähigkeiten. Den Leuten wird das kritische Denken abgewöhnt. Das Hinterfragen von Ereignissen oder Gedankengut. Ein Wimpernschlag und die Menschheit verliert die Fähigkeit mit der Hand zu schreiben.

Wird der Stecker gezogen, sind bald viele Menschen nicht mehr in der Lage, Informationen schriftlich weiterzugeben. So wie schon jetzt ein großer, wenn nicht sogar überwiegender Teil der Menschen nicht in der Lage ist, autark zu überleben. Ein Haus zu bauen. Lebensmittel anzubauen. Kleidung herzustellen. Feuer zu machen. Ich auch nicht. Blöd. In kleinem Rahmen habe ich z.B. vor Jahren gewagt, in Blumentöpfen vor meiner Wohnung Kräuter, Gemüse und einen Apfelbaum zu ziehen. Bis eine Inquisition aus 30 Omas aus den Nachbar-Wohnungen vor mir aufgefahren ist und mir mitgeteilt hat, dass dies unter Strafe verboten sei. Schließlich müsse ich mich doch einfügen in die Gemeinschaft (=ins System). Toll. Jetzt sind meine Pflanzen tot und die Omas glücklich.

Und mit jeder tollen neuen KI Erfindung werden wir noch abhängiger gemacht. Noch dümmer. Jeder Arbeitsplatz durch KI ersetzt. Weil es billiger ist. Für WEN denn eigentlich genau?

Es ist eine Entwicklung, die ich mit großer Sorge verfolge. Ja, natürlich sind einige Dinge praktisch. Aber hinter „praktisch“ verbirgt sich doch oft auch ein Rückschritt der eigenen Fähigkeiten. Es ist ja schön, wenn ich heutzutage z.B. online etwas bestellen kann. Solange auch alles funktioniert. Es war ja schon vor Jahren schlimm genug, als man bei einer Frage ins „nächstgelegene“ Callcenter… das quasi um die Ecke liegt – also in Bangladesh oder Nowosibirsk – weiterverbunden wurde. Aber mittlerweile kann man mit garniemandem mehr sprechen. Zumindest mit keinem Menschen. Jetzt kann man mit einem bot chatten. Oder telefonieren. Eine sehr schmerzhafte Erfahrung. Zumindest für mich.

Mein Freund, der bot.

Ich habe diese wunderbaren Dienste in den letzten Monaten mehrmals unfreiwillig konsumieren müssen. Sehr schön. Ich hatte das Vergnügen, Ingo – den neuen KI-Assistenten meiner Hautärztin – persönlich kennenzulernen. Ingo stellt sich höflich vor und teilt mir mit, dass ich nach dem Piepsen mein Hautproblem ins handy reinreden soll. Das mache ich brav. Ingo ist jedoch leider ein wenig unterbelichtet. Oder mit zu wenig Strom versorgt für Denkprozesse, die länger als 3 Sekunden dauern.

Ingo teilt mir also mit, dass er mich leider nicht verstanden hat und ich es ihm noch einmal – mit weniger Worten – mitteilen soll. Ich darf nicht so viele verschiedene Worte auf einmal verwenden, sonst ist er verwirrt. Kein Wunder, wenn man im digitalen Kopf nur 0 und 1 denken kann. Na gut. Das probiere ich also. Es ist ein bissl wie die ORF Nachrichten in einfacher Sprache. Zum Verzweifeln. Ich breche meine Sätze vorerst runter auf 2-3 Worte. Von wegen künstliche INTELLIGENZ! Resultat am Ende dann ungefähr so: „Haut. Neurodermitis. Jucken. Kratzen. Aua. Arzt. Termin!“ Er versteht mich nicht. Nach 34 Versuchen brülle ich Ingo ins KI Ohr. „Geh …, Ingo!“ Leider hat Ingo das nicht verstanden und bittet mich darum, es noch einmal in anderen – einfacheren – Worten zu sagen. „F… d…., Ingo!“ Ingo schweigt… ich überlege, ob er jetzt weint, oder ob das der Schlüssel zum Glück sein könnte… aber ich werde enttäuscht. „Entschuldigung, das habe ich nicht verstanden, können Sie es noch einmal wiederholen?“ Ich schieße mein handy quer durchs Zimmer. Mit Schnappatmung, einem dunkelroten Kopf und Schweißperlen auf der Stirn schau ich völlig durchgeknallt auf die Passanten vor meinem Fenster. Die gehen „leicht“ irritiert möglichst schnell weiter. Jetzt brauche ich keinen Hautarzt mehr, sondern die Rettung.

Systemfehler

Jüngst habe ich auch den Fehler gemacht, online ein Möbelstück fürs Kinderzimmer zu bestellen. Welches ich mit Kreditkarte bezahlt habe. Das Geld wird abgebucht. So weit, so gut. Das Möbelstück wird aber nicht geliefert. Aha. Keine Bestellbestätigung. Nichts. Und… man ahnt es schon – ich versuche, das Möbelhaus zu erreichen. Diesmal heißt Ingo: Billie. Billie erklärt mir nach 20min im Chat, dass er „noch nicht geschult ist, um solche Fragen zu beantworten, aber ich stattdessen mit einem fachkundigen Kollegen sprechen kann.“ Billie, mein Freund… das VERSUCHE ICH JA SEIT DREI STUNDEN!!! Ohne Erfolg.

So versuche ich schlussendlich also völlig entnervt meinen Bankberater zu erreichen, um die Zahlung zu stoppen. Das gleiche Spiel. Ich erfahre, dass es wichtig für den digitalen Assistenten ist, dass er von mir sprechen und denken lernt. Ich helfe natürlich gerne. Innerhalb kürzester Zeit – also maximal 34min – sind der namenlose Bot und ich beste Freunde. Ich schimpfe und er schweigt. Am Ende des telefonischen Suizid-Versuchs, hilft nur mehr ein Schlag in den Polster.

Ich gebe mich digital geschlagen und gehe nun analog mit meinen 2 analogen Beinen zu meinem analogen Auto und fahre analog zur analogen Bankfiliale. Ich ziehe analog ein tolles Zetterl aus dem Automaten und überlege, ob ich analog Amok laufe oder mich doch lieber zwischen die 20 anderen „zufriedenen“ Bankkunden setzen soll. Ich entscheide mich für Zweiteres. Franz, drei Plätze weiter teilt uns mit, dass er schon seit 2 Stunden wartet, obwohl egtl. nur 3 Leute vor ihm sind. Schön. Es ist ja nicht so, dass wir noch was anderes vorhätten in unserem Leben. Ich wüsste ja gar nicht wohin mit all der freien Zeit, die uns die KI schenkt. 1,5h später weiß ich, dass Andrea im Burgenland ein Haus gekauft hat und einen Elektriker für ihre neue Küche sucht. Ich weiß, dass Karin eine Brandverletzung von einem Unfall und Stress in der Arbeit hat. Ich weiß, dass Patrik sich Gedanken über den Konsumentenschutz in Banken macht. Informationen, die ich eigentlich nie haben wollte. Aber wer weiß, was ich mit all dem sinnlosen Wissen eines Tages anfangen kann…. Das Erstaunlichste ist, dass ich all diese Informationen erhalten habe, ohne überhaupt selbst jemanden aus der Runde angesprochen zu haben. Toll.

Und noch etwas weiß ich… ich weiß, dass jetzt plötzlich Mittagspause ist und die Mitarbeiter in den backrooms verschwinden. Sogar die Putzfrau geht. Mittlerweile haben wir eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit PTBS – einer posttraumatischen Bank Störung – gegründet. Nach Äonen tauchen die Bankangestellten wohlgenährt und zufrieden lächelnd wieder auf, während ich über adäquate Foltermethoden sinniere. Als meine Nummer aufgerufen wird, schreien mir meine Sitznachbarn gute Wünsche nach, als würde ich in den Krieg ziehen.

Nun erfahre ich von der analogen Frau Bank, dass die Internetverbindung während meines Bezahlvorgangs offensichtlich abgebrochen ist, weshalb nur die Push-Nachricht für die Zahlung des schönen Möbelstücks auf mein handy eingegangen ist – die Zahlung jedoch nicht durchgeführt wurde – ergo ich garkein Möbelstück bestellt habe. Toll! Hätte ich von ANFANG an mit einem MENSCHEN sprechen können, wäre die Sache in 3min geklärt gewesen… aber wer will das schon? Das ist smart living. Unglaublich smart. So habe ich endlich eine schöne Geschichte, die ich eines Tages vielleicht meinen zukünftigen Enkerln erzählen kann… meine Kinder hat sie leider gar nicht interessiert.

Gott ist angeblich allwissend… aber ob er DAS vorhergesehen hat… puh, ich weiß nicht.